Sportstätte, Seckenheim

















Der Entwurf Dat Runde muss ins Eckige verfolgt die Idee, einen Ort der Bewegung und Begegnung zu schaffen, der allen Menschen offensteht – unabhängig von Alter, Fitness oder sozialem Hintergrund. Bewegung soll hier nicht durch Hürden, sondern durch Nähe, Offenheit und Vielfalt gefördert werden.
Das Gebäude liegt am Stadtrand von Mannheim-Seckenheim, direkt an der A656, umgeben von Feldern und dem nahen Ortskern. Eine neu angelegte Bushaltestelle sowie Fahrrad- und PKW-Stellplätze mit Ladepunkten sorgen für eine unkomplizierte Erreichbarkeit – ganz im Sinne eines niedrigschwelligen Zugangs zu Sport und Gesundheit.
Im Erdgeschoss öffnet sich eine großzügige Sporthalle mit direkter Verbindung nach außen. Sie kann flexibel in zwei kleinere Einheiten geteilt werden, wodurch unterschiedliche Trainings- oder Veranstaltungsformate parallel stattfinden können. Im Obergeschoss befindet sich ein offener Aufenthaltsbereich mit Blick in die Halle – ein Ort für Austausch, Zuschauer oder Ruhepausen. Ergänzt wird dieser durch zwei kleinere Bewegungsräume, die eigenständig nutzbar sind und über eigene Umkleiden verfügen.
Ziel war es, ein lebendiges Zentrum für Bewegung zu gestalten, das verschiedene Altersgruppen anspricht: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren finden hier passende Angebote – von Mannschaftssport über Yoga und Reha-Training bis hin zu gemeinschaftlichen Veranstaltungen auf dem Vorplatz. Dieser kann für Feste, Märkte oder spontane Begegnungen genutzt werden und stärkt so die soziale Vernetzung im Stadtteil.
Nachhaltigkeit spielte beim Entwurf eine zentrale Rolle. Bestehende Gebäudeteile wurden erhalten und zu einem Fahrradhaus umgenutzt. Abbruchmaterial wurde vor Ort zerkleinert und für den Aufbau eines kleinen Hügels sowie für Betonelemente des Parcoursbereichs wiederverwendet. Versickerungsflächen, eine Blühwiese und heimische Bepflanzung fördern die ökologische Vielfalt, während das Regenwasser lokal zurückgehalten und zur Bewässerung genutzt wird.
Die einfache, demontierbare Holzkonstruktion sorgt für eine hohe Materialeffizienz und ermöglicht spätere Anpassungen oder Rückbauten. Ergänzt wird das Ensemble durch einen kleinen öffentlichen Park, einen Walderlebnisbereich für Kinder und frei zugängliche Sportflächen. So wird das Projekt nicht nur zum Gebäude, sondern zu einem offenen Bewegungsraum für die gesamte Nachbarschaft – ein lebendiger Ort, an dem Sport, Natur und Gemeinschaft miteinander verschmelzen.